Unglaubliches wird für Nieberg wahr

Unglaubliches wird für Nieberg wahr

Die Triathleten des TV Werne 03 Sebastian Nieberg und Thorsten Kräher starteten am 02. Juni beim IRONMAN in Hamburg unter 2.500 Teilnehmern aus 65 Nationen.
Auf die Wasserfreunde wartete die IRONMAN Distanz mit 3,8 Kilometern Schwimmen in der Alster, 180 Radkilometern in und um Hamburg und ein Marathonlauf mit 42 Kilometern rund um die Alster und Hamburger Innenstadt.

Nach einer längeren Verletzungspause freute sich besonders Kräher über die Möglichkeit, bei einer solch großen Veranstaltung an den Start gehen zu können. Nieberg nutze diesen Wettkampf, um seine persönliche Bestform, welche er in den letzten Monaten spezifisch aufgebaut hatte, zu präsentieren.

Nieberg qualifiziert sich für Weltmeisterschaft

Nieberg sagte nach dem Rennen zu seinen Freunden und Vereinskameraden, „ich war stolz und glücklich, dass ihr alle mit Teil wart und die Daumen gedrückt habt.“ Neben Niebergs Familie waren auch Vereinskollegen nach Hamburg gereist, um ihn auf der Strecke zu unterstützen. Kamil Jablonski nutze das Event als Trainingseinheit und fuhr am Vortag mit seinem Rennrad von Lünen nach Hamburg, um ebenfalls mit am Streckenrand zu stehen. Viele Weitere verfolgten das Rennen der beiden Werner Triathleten ebenfalls im Live-Ticker.

In der Vorbereitungsphase, welche sich über 8 Monate erstreckte, überließ Nieberg „nichts dem Zufall“. Er nahm sich einen eigenen Trainer, um das Beste aus seinen Fähigkeiten rauszuholen. In allen drei Disziplinen absolvierte er unzählige Einheiten, einige davon mit den Vereinskollegen beim gemeinsamen Trainingslager auf Mallorca. Neben dem körperlichen Training achtete er ebenfalls auf eine gesunde und wettkampforientierte Ernährung und stärkte seine mentalen Fähigkeiten, welche gerade bei Ausdauersportarten oft den entscheidenden Faktor darstellen. Selbstkritisch berichtete Nieberg, dass das Schwimmen für ihn nicht optimal lief. Nach dem Ausstieg aus der Binnenalster konnte er seine Stärke auf dem Rennrad ausspielen. Es galt, die beim Schwimmen verlorene Zeit wieder einzufahren. In den zwei Runden, welche teils durch die Stadt, u.a. über die bekannte Reeperbahn, Landungsbrücken und das Umland am Deich verliefen, spielte Nieberg das harte Training und die Tipps seines Trainers in die Karten. Nach 4:39 Stunden schob der 41jährige das Rad mit einem 38km/h Kilometerschnitt in die längste Triathlon Wechselzone der Welt am Ballindamm zurück. Nach dem Marathon, welcher über vier Runden an der Innen- und Außenalster verlief, wurden die Athleten von unzähligen Fans ins Ziel getragen. Nieberg bekam von seinen Supportern stets die Info über seine momentane Platzierung. So arbeitete er sich nur beim Laufen mit einer Marathonzeit von 3:07 Stunden von Platz 25 auf Platz 17 in seiner Altersklasse vor. Im Zielbogen konnte der Wasserfreund seine Zielzeit von 9 Stunden und 4 Minuten bestaunen. Das bedeutete Platz 106 von 2.329 „Finishern“.

Vor dem Start in Hamburg konzentrierte Nieberg sich ausschließlich auf den anstehenden Start. Die Qualifizierung für die Weltmeisterschaft auf Hawaii spielte er zuvor nur in seinen Träumen durch. Umso größer war die Überraschung, als er am Tag nach dem Wettkampf das Papier mit der Aufschrift „OFFICIAL QUALIFIER“ entgegennehmen durfte. Als sein Name während der Vergabe der sogenannten „Slots“ (Startplätze) aufgerufen wurde, ließ der gebürtige Werner allen Emotionen freien Lauf. Neben dem erfolgreichen Finish am Vortag wurde sein ausdauerndes Training noch mit der Teilnahme bei der legendärsten Triathlonveranstaltung der Welt geehrt. Nun steht der neue Saisonhöhepunkt für Nieberg am 26. Oktober in Kona auf Hawaii an. Nach einer kurzen Erholungspause von dem vergangenen Wettkampf steht nun das Training für die „Ironman World Championship“ an.

Kräher froh, wieder dabei zu sein mit positivem Blick auf den IRONMAN Kopenhagen

Auch für Kräher verlief der Wettkampf größtenteils positiv. Nach einem guten soliden Schwimmen in 1:16 Stunden, spielte der Werner seine Radstärke aus. Die flache und windanfällige Radstrecke spulte Kräher mit einem 33er Kilometerschnitt ab und beendete die Radausfahrt mit Großstadtflair nach schnellen 5:21 Stunden. Die große Unbekannte lag für den Wasserfreund bei der dritten Disziplin, dem Marathonlauf. Bei Kilometer 18 machte sich das reduzierte Lauftraining bemerkbar. Aufgrund einer Verletzung und beruflichen Verpflichtungen konnte der Soldat nicht das Pensum auffahren, welches für einen solchen Wettkampf wünschenswert gewesen wäre. Ungetrübt davon kam Kräher mit großem Kampfgeist und Willen zufrieden nach 11 Stunden und 48 Minuten ins Ziel. Bereits nach einer kurzen Erholungspause im „Athletengarten“, in dem die Teilnehmer verpflegt werden, stand Kräher wieder auf den Beinen und zeigte seine Freude über den erfolgreichen Wettkampf (siehe Foto). Wie Nieberg, wird auch Kräher in 2024 eine zweite Langdistanz antreten. Sein Jahreshighlight wird der IRONMAN in Kopenhagen Ende August sein, wo Kräher seine persönliche Bestzeit knacken möchte.

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